MOTIVATION UND STRATEGIE

Wie viele andere Städte sieht sich die Stadt Haßfurt mit Zukunftsaufgaben im Bereich der digitalen Transformation konfrontiert. Dazu zählen Themen wie der Umgang mit Daten, intelligente Ressourcennutzung sowie infrastrukturelle Fragestellungen. 

Dazu bedarf es einer engen Verzahnung von Akteuren aus Verwaltung, Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Bevölkerung. 

Dadurch strebt die Stadt einen gemeinwohlorientierten Ansatz an, welcher 2019 die Grundlage für den erfolgreichen Antrag als Modellkommune Smart City darstellte und dessen Ergebnisse im Rahmen des Strategiepapiers vorgestellt werden. Im Frühjahr 2019 bewarb sich die Stadt Haßfurt auf die Förderung als „Modellprojekte Smart Cities: Stadtentwicklung und Digitalisierung“ und wurde als eine von 13 Modellkommunen für die erste Staffel des Förderprogramms des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat (BMI) ausgewählt. 

Ein Grund für die Auswahl Haßfurts als bundesgeförderte Modellstadt war, dass die Stadt mehr grüne Energie produziert als sie verbraucht. Dementsprechend kann die Digitalisierung nachhaltig und ohne Belastung der Umwelt durch einen erhöhten Verbrauch fossiler Energieträger erprobt werden. Die Stadt Haßfurt versteht sich dementsprechend explizit als eine SMART GREEN CITY, da digitale Angebote durch regenerative Energieträger betrieben werden. Damit können klimaschädliche Effekte, welche durch das erhöhte Datenaufkommen entstehen, kompensiert werden. Dies wird im Zuge der Smart City Förderung ausgebaut. 

Bestandteil der Förderung ist die Phase A zur Strategieentwicklung. Das Strategiepapier ist das Ergebnis dieser ersten beiden Förderjahre. Daran schließt sich die Phase B (fünf Jahre) zur Umsetzung an. Das Gesamtvolumen der Förderung beträgt maximal 17,5 Millionen Euro über den siebenjährigen Projektzeitraum, wovon 65 Prozent durch den Bund finanziert werden. Demzufolge trägt die Stadt Haßfurt 35 Prozent der Smart City Kosten. 

Mitgestaltungsprozess

Im Kontext der Strategieentwicklung basiert der Ansatz der Smart Green City Haßfurt auf dem Leitbild, dass die Bevölkerung von Haßfurt im Mittelpunkt steht. Dementsprechend basieren die Aktivitäten der Stadt auf folgenden Grundlagen


Entwicklungen zur Smart City werden nachvollziehbar kommuniziert, über verschiedene Kanäle (bspw. Projektwebsite) den Bürger:innen zur Verfügung gestellt und darüber hinaus im Stadtlabor präsentiert. Dementsprechend sind die Prozesse verständlich verfügbar und ohne Hürden zu jedem Zeitpunkt einsehbar. Ferner werden diese Prozesse über die Bürgerbeteiligungsplattform der Stadt „hassfurt-beteiligt.de“ gespiegelt.


Die im Rahmen der Strategieplanung angesprochenen Beteiligungsformate, z.B. Workshops, werden frühzeitig geplant, Termine öffentlich kommuniziert und die Ergebnisse publiziert. Dadurch wird für alle interessierten Einwohner:innen ohne Vorbedingungen eine Mitgestaltung an der Smart City ermöglicht. Ferner fokussieren die Planungen auf Maßnahmen, welche sich zügig in der Stadt etablieren lassen und den Bewohner:innen einen Mehrwert liefern. 

Dieser Aspekt greift den Bürgerpartizipationsansatz auf und symbolisiert die tiefe Verbundenheit mit der Bevölkerung. Die Smart Green City Haßfurt wird für und mit den Bürger:innen entwickelt und wird mit einem offenen Kommunikationsansatz, einer vertrauensvollen Verwaltung, einem glaubwürdigen Umgang und einer Wertschätzung für Menschen und Themen funktionieren.

Die Möglichkeiten zur Digitalisierung der Stadt Haßfurt sind insbesondere im Zusammenhang mit der Nutzung von 100 Prozent regenerativer Energiequellen als außergewöhnlich zu bezeichnen. Ein wesentlicher Beitrag zum Diskurs der ökologischen Auswirkungen der Digitalisierung kann anhand der Modellstadt Haßfurt geleistet werden, indem u.a. die Integration von Sensorik und der Aufbau von IoT-Strukturen klimaneutral erfolgen. Darüber hinaus werden durch innovative Speichermöglichkeiten und Maßnahmen zur Einsparung von Energie, z.B. durch sogenannte Schwarmspeicher, Potentiale zur Reduktion aufgezeigt.

Die Mitgestaltung ist dual angesetzt:
On- und Non-liner können so direkt am Gestaltungsprozess teilhaben.

Meilensteine im Bürgerbeteiligungsprozess

Meilensteine im Bürgergeteiligungsprozess


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